Vom Universalschweißer zum Senior Manager

/ Arbeitswelt

Mitarbeiter im Interview – Florian Paminger

Vom Universalschweißer zum Senior Manager: Ein Karriereweg mit vielen Perspektiven

Florian Paminger
Senior Manager Project Portfolio

Wenn ich heute auf meinen bisherigen Weg bei EBNER zurückblicke, ist es kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Begonnen habe ich 2007 mit einer Lehre zum Universalschweißer. Seitdem durfte ich viele unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen – von der Schweißerei über die Logistik, Fertigungssteuerung und Produktionsplanung bis hin zum Projektmanagement.

Jede dieser Stationen hat mir neue Perspektiven eröffnet und dazu beigetragen, die Abläufe bei EBNER immer besser zu verstehen. Besonders spannend finde ich bis heute die große Vielfalt: unsere Produkte und Technologien, das Zusammenspiel der verschiedenen Unternehmensbereiche und die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Projekte. Dadurch ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen und Möglichkeiten, dazuzulernen.

Mein Weg hat mir gezeigt, wie viel Entwicklung möglich ist, wenn man offen für Neues bleibt, Verantwortung übernimmt und bereit ist, Chancen zu nutzen. Dass ich heute das Project Portfolio Management leite, macht mich daher besonders stolz – vor allem, weil ich dabei eine Abteilung mitaufbauen durfte, die es zu Beginn meiner Laufbahn bei EBNER noch gar nicht gab.

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8 Fragen an Florian Paminger

Sie haben 2007 mit einer Lehre zum Universalschweißer bei EBNER begonnen. Hätten Sie damals gedacht, dass Sie einmal das Project Portfolio Management leiten würden?

Nein, das wäre mir damals im Traum nicht eingefallen. Ehrlich gesagt war ich zunächst einfach froh, die Schulzeit hinter mir zu haben. Dass ich später noch die HTL und ein Studium abschließen und irgendwann das Project Portfolio Management leiten würde, hätte ich damals nie erwartet. Davon abgesehen hätte ich 2007 mit dem Begriff „Project Portfolio Management“ wohl auch noch nicht viel anfangen können. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich eine Abteilung aufbauen durfte, die es damals noch gar nicht gab.

Vom Schweißer über Logistik, Fertigungssteuerung und Produktionsplanung bis ins Projektmanagement: Welche Station hat Sie persönlich und fachlich am stärksten geprägt?

Jede Station hat mich auf ihre Weise geprägt. Als Schweißer habe ich die Bedeutung von Qualität und Genauigkeit kennengelernt, am Schweißroboter erste Erfahrungen mit dem Programmieren gesammelt. In der Disposition und Arbeitsvorbereitung habe ich gelernt, wie die einzelnen Bereiche entlang der Wertschöpfungskette zusammenspielen. Im Projektmanagement kamen schließlich das bereichsübergreifende Denken und der direkte Kontakt mit unseren Kunden hinzu. Rückblickend profitiere ich heute noch von jeder einzelnen Station meines Werdegangs.

Wie ist Ihnen der Schritt aus der Produktion in eine kaufmännisch und organisatorisch geprägte Rolle gelungen – und welche Herausforderungen mussten Sie dabei überwinden?

Der Wechsel von der Schweißerei ins Büro war schon ein großer Schritt. Als Schweißer arbeitet man oft stehend, kniend oder liegend und nicht selten unter großer Hitze. Am Ende des Tages konnte ich beim Zusammenkehren ganz konkret sehen, was ich geschaffen hatte. Im Büro ist die Arbeit deutlich abstrakter. Die Ergebnisse entstehen oft über einen längeren Zeitraum und sind nicht immer unmittelbar sichtbar. Trotzdem ist es spannend zu sehen, welchen Beitrag man durch Prozesse, Projekte und Entscheidungen zum Unternehmenserfolg leisten kann.

Inwiefern hilft Ihnen Ihre praktische Erfahrung aus der Werkstatt heute dabei, komplexe Kundenprojekte realistisch zu planen und zu steuern?

Ich denke, durch meine Zeit in der Werkstatt und in anderen operativen Bereichen kenne ich viele Abläufe nicht nur vom hören, sondern aus eigener Erfahrung. Dadurch fällt es mir leichter, Herausforderungen realistisch einzuschätzen und die Auswirkungen von Entscheidungen auf die betroffenen Bereiche zu verstehen.

Sie waren auch als gewerblicher Lehrausbilder tätig. Was war Ihnen bei der Begleitung junger Kolleginnen und Kollegen besonders wichtig?

Mir war wichtig, bei den jungen Kolleginnen und Kollegen dieselbe Begeisterung für die Metallverarbeitung zu wecken, die ich selbst entwickelt habe. Wer Freude an seiner Arbeit hat, lernt leichter, entwickelt sich weiter und bleibt auch bei Herausforderungen motiviert.

Was macht das Projektportfoliomanagement bei EBNER?

Wir unterstützen die Planung und Steuerung von internen Projekten in der EBNER Group. Unser Ziel ist es, Transparenz überlaufende Initiativen zu schaffen, und stellen passende Prozesse sowie die Betreuung der SAP Landschaft dafür zur Verfügung. So helfen wir dabei, Veränderungen und Verbesserungen im Unternehmen erfolgreich umzusetzen.

Heute sind Sie Senior Manager und zugleich globaler SAP-PS-Key-User. Was begeistert Sie an der Verbindung von Projektmanagement, Prozessen und Digitalisierung?

Die Mitarbeit bei der SAP-Einführung hat mir gezeigt, wie eng Prozesse und Systeme miteinander verbunden sind. Aus Interesse habe ich mich immer intensiv mit den Möglichkeiten von SAP beschäftigt und versucht, das System bestmöglich zu nutzen. Dadurch konnte ich viel Detailwissen aufbauen, das mir heute hilft, Prozesse zu optimieren und nachhaltige Verbesserungen umzusetzen.

Was würden Sie heutigen Lehrlingen mitgeben, die sich bei EBNER langfristig weiterentwickeln und vielleicht selbst einmal eine Führungsposition übernehmen möchten?

Seid offen für Neues und haltet, was ihr zusagt. Wer Einsatz zeigt, Verantwortung übernimmt und Chancen nutzt, kann sich bei EBNER fachlich und persönlich sehr gut weiterentwickeln.

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